Las Margas ist eine eigentümliche Landschaft aus grauen Erosionshügeln, auf denen nicht einmal ein Grashalm wächst. Die Erdhügel bestehen aus grauem, lehmigem, bröseligem Mergel aus dem Eozän. Mergel enthält sowohl Kalk als auch silikatische Bestandteile meist kleiner Korngröße (Ton und/oder Schluff). Gröberes Material (Sand und Kies) ist auch vorhanden. Mergel hat unterschiedliche Entstehungsbedingungen. Er entsteht, wenn gleichzeitig das feine Material (Ton und Schluff) abgelagert und Kalk ausgefällt oder ebenfalls abgelagert wird. Die heutige Form entsteht dann aus Verwitterungsprozessen und Erosionserscheinungen, die zu einer flächenhaften Abtragung führten. Der Boden wurde somit unfruchtbar und eine reine Schotterstruktur ist übriggeblieben.
Die Erde in ihrer heutigen Oberflächengestaltung ist das Ergebnis der Entfaltung gewaltiger Kräfte, die ununterbrochen, wenn auch mit wechselnder Intensität auf sie einwirken. Die äußeren Kräfte sind die Witterung und die organische Welt, die alle Gesteine der Erdoberfläche verändern. Die Verwitterung ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Gesteine unter Temperatur- und Druckverhältnissen entstanden sind, die von den an der Erdoberfläche herrschenden stark abweichen.
Fortgesetzte Einwirkung von Temperaturwechsel (Hitze und Kälte), oft unterstützt durch Pflanzenwurzeln, lockern die festen Gesteinsverbände entlang der Oberfläche, zerstückeln sie dann zu Blöcken, grobem Schotter und schließlich zu dem feinkörnigen bis zu pulverigem Gestein.
Diese Gesteinszerstörung durch Temperaturwechsel, Frost, Feuchte bezeichnet man als mechanischer Verwitterung. Dazu kommt die chemische Verwitterung. Die Komponenten dazu sind vor allem Wasser in flüssiger Form, Luft (deren Sauerstoff- und Kohlensäuregehalt), dann auch noch die Lebenstätigkeit organischer Wesen. Der Vorgang der chemischen Verwitterung besteht einmal in der Lösungsfähigkeit des Wassers (Gips, Salze), die noch gesteigert werden durch Gehalt an CO2 (Kalkstein, weniger Dolomit). Aber auch die Aggressivität gegenüber Silikaten wird gesteigert. In der Hauptsache besteht die chemische Verwitterung in der chemischen Wasseraufnahme (Hydrolyse) und in Oxydation. Betroffen. werden davon auch Sedimentgesteinen, die unter Luftabschluss und hohem Druck gebildet wurden. Die Zersetzung des Mergels z.B. führte dann zu großen Tonablagerungen.
Die zertrümmernden und abtragenden Kräfte der Verwitterung werden unterstützt durch die Erorion. Jedes fließende Wasser schleppt infolge seiner lebendigen Kraft Gesteinsteile mit sich. Auf dem Wege talwärts wirken diese noch rauhen, scharfkantigen und eckigen Gesteinstrümmer wie Feile, mit denen sie den Boden wegschaben (abschürfen, erodieren).
Bei Flussbetten aus lockeren Trümmergesteinen (Schotter, Sand, Ton) oder bei Festgesteinen, die in Wasser leicht zerfallen, wie manche Sandsteine, Mergel und Tonschiefer, genügt schon die wirbelnde und wälzende Wasserbewegung, da Gesteine wie Sandsteine mit tonigem Bindemittel, Mergel und Schiefer wasserundurchlässig sind und somit eine größere Erodierung aufweisen. Starke Regenfälle in Verbindung mit sehr erosionsanfälligen Böden in Hanglagen bedeuten eine hohes Risiko für Erosion. Teilweise sind auch linienförmige Erosionsformen wie Rillen und Rinnen zu beobachten. Diese Prozesse führen dann letztendlich zum Verlust von fruchtbarem Boden.