Nachdem der Fahrkartenschalter geschlossen war, wir aber auch nicht schwarzfahren wollten, marschierten wir mutig zum Fahrkartenautomaten. Nach einigen Versuchen gelang es uns Abfahrtsort und Zielort einzugeben (bzw. durch Drehen des Knopfes an die richtige Stelle zu scrollen). Dann wurde uns der Betrag angezeigt und wir wollten voll Freude bezahlen. Leider aber nehmen die französischen Automaten keine Scheine an! Also Kleingeld raussuchen und durchzählen. Leider waren 16,30 Euro genau 70 Cent zu viel für unseren Geldbeutel, soviel Kleingeld hatten wir leider nicht, obwohl wir verzweifelt alle Portemonnaies, Taschen und Hosentaschen durchsuchten. Ein französischer Pilger, der auch am Bahnsteig wartete, hatte unseren Kampf mit dem Automaten beobachtet und half uns dankenswerter Weise mit 1 Euro aus. 30 Cent bekam er dafür von uns! Guter Tausch! Um sicher zu sein, dass jetzt alles passte, stellte sich Marie-Louise vor mich und ich zählte ihr in jede Hand 8,15 Euro. Passte! Inzwischen war natürlich der Automat wieder zurückgesprungen und die Eingabeprozedur, die jetzt aber schon etwas routinierter ging, begann von vorne. Und mit einem glücklichen Ende, denn wir bekamen wir unsere zwei Fahrscheine. Jetzt hieß es nur noch 20 Minuten auf den Zug warten. 10 Minuten vor Zugabfahrt hörten wir dann das Geräusch eines sich öffnenden Rollos, der Fahrkartenschalter war offen und wir hätten uns eine Menge Aufregung sparen können. Aber wer kennt sich in Frankreich schon mit so etwas aus!!!???