In Zafra, der Stadt, die uns auf unserem weiteren Weg entlang der Via de la Plata als erstes begegnet, ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde von ca. 17.000 Einwohnern. Hier
finden wir jene Mischung aus Gotik, Mudéjar-Stil und Renaissance, die ja für die Entwicklung der Baustile in Spanien so typisch ist.
Caceres ist nach Zafra und Merida die dritte Perle an der Via de la Plata, die einen ausführlicheren Besuch wert ist. Die 100.000 Einwohner große Universitätsstadt besitzt im Herzen eine Altstadt, die geprägt ist von einem original erhaltenen Ensemble aus Kirchen, Palästen und Herrschaftshäusern aus dem 14. – 16. Jh., umgeben von einer Ringmauer. Besonders schön ist hier ein abendlicher Spaziergang durch die nur dezent beleuchtete Altstadt. Man fühlt sich fast ins Mittelalter versetzt! Wunderschön!
Wie viele Städte wurde auch Caceres von den Römern erbaut und befestigt. Ebenso wurde sie von den Mauren erobert und im Rahmen der Reconquista von den Christen wiedererobert. Die freie Handelsstadt lockte daraufhin viele Kaufleute und später auch Adelige an. Sie versuchten sich mit ihren prächtigen Häusern, Palästen, die zum Teil fast kleinen Festungen glichen, sowie mit den Wehrtürmen gegenseitig zu übertreffen. Allerdings kam es nach der Reconquista zu Streitigkeiten.
Nachdem im 15. Jahrhundert Isabella I. von Kastilien den Streit mit Johanna von Kastilien um die Thronfolge in Kastilien gewonnen hatte, wollte sie die Macht des Adels in Caceres einschränken und ordnete an, alle Türme der Häuser, deren Besitzer sie nicht unterstützt hatten, abzureißen. Dadurch wurde Cáceres stark in Mitleidenschaft gezogen, nur zwei Paläste blieben unversehrt. Noch heute trägt Cáceres den Beinamen Enthauptete Hauptstadt.
Die Altstadt wurde zum Weltkulturerbe ernannt, da man hier auf engstem Raum die verschiedenen kulturellen Einflüsse findet – Gotik, Maurische Kultur und Renaissance. Die Einflüsse der Renaissance kamen relativ spät in die Extremadura, wo sich eine Zeit lang gotische Elemente mit Elementen der Renaissance vermischten. Im 15. Und 16. Jh. entstanden auch hier viele Paläste und Herrenhäuser dank des Goldes und Silbers aus Amerika. Auch die Kirchen gestalteten ihre Gebäude um und passten sie dem neuen Stil an.
Der Großteil der historischen Gebäude in Cáceres befindet sich innerhalb der historischen Stadtmauern. Hier eine kurze Aufzählung einiger bedeutender Bauwerke und Plätze:
Haus der Golfines de Arriba – aus dem 15. Jh. mit fünf Türmen